Umgestaltung der Uferzone am Seetorviertel ist abgeschlossen
Im Rahmen innovativer wasserbaulicher Maßnahmen ist entlang des Ruppiner Sees, im Bereich des Seetorviertels, das Ufer ökologisch aufgewertet und umgestaltet worden. Wo früher große, graue Wasserbausteine das Ufer dominierten, ist nun ein wertvolles Biotop für Flora und Fauna entstanden.
Um die biologische Diversität zu erhöhen und gleichzeitig den notwendigen Uferschutz zu gewährleisten, wurden in den vergangenen Wochen gezielte Umbaumaßnahmen durchgeführt. Im Fokus stand dabei die Schaffung von Rückzugsräumen für Kleinstlebewesen sowie die Renaturierung der bisher (kargen) schroffen Böschungsflächen. Um dies zu erreichen, sind, dem Ufer vorgelagert, sogenannte Steinwalzen in den See eingebracht worden. Diese dienen nunmehr als natürliche Barriere und begrenzen eine neu geschaffene Flachwasser- und Ruhezone (weniger Wellenschlag). Dabei fungiert die Flachwasserzone als Kinderstube für vielfältigstes Kleinstgetier, von Libellenlarven bis zu Jungfischen, die in der offenen Uferzone kaum Entwicklungs- und Überlebenschancen hätten. Durch die Bepflanzung der Steinwalzen wird zusätzlich ein Biotop für Insekten geschaffen. Hier wurde bzgl. der Pflanzenauswahl auch Wert darauf gelegt, einheimische niedrigwachsende Arten der Ufer- und Röhrichtzone zu verwenden, die sich nach und nach zu einer natürlichen Grünzone entwickeln sollen.
Die Maßnahmen am Ruppiner See zeigen, dass moderner Wasserbau und Naturschutz Hand in Hand gehen können. Während die Stabilität des Ufers durch die Kombination aus Stein und Vegetation sogar verbessert wird, profitiert die Biodiversität des Sees massiv von den neuen Strukturen in diesem Ökoton.
In den kommenden Monaten wird man beobachten können, wie sich das Ufer in ein lebendiges, grünes Band verwandelt, das den Ruppiner See weiter ökologisch aufwertet.

