Spatenstich für die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes am Bahnhof Rheinsberger Tor
Am 4. September 2026 fiel mit dem Spatenstich der Startschuss für die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes Rheinsberger Tor zum Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) - das zentrale Bauvorhaben der „Neuruppin Strategie 2030“.
Hinweis zum Parken
Mit dem Beginn der Baumaßnahme am Bahnhof Rheinsberger Tor stehen die Parkplätze nicht mehr zur Verfügung. Stellplätze stehen in unmittelbarere Entfernung in der Ernst-Toller-Straße – die Stellplatzanlage kann für Pkw durch die Hans-Thörner-Straße und Güntherstraße erreicht werden – sowie am Bahnhof West zur Verfügung.
Zum Projekt
Zur Untersetzung der „Neuruppin Strategie 2030“ zur Stärkung des Umweltverbundes hat die Fontanestadt im Jahr 2019 ein Mobilitätskonzept erarbeiten lassen. Ein wesentlicher Schwerpunkt des Konzeptes ist die Neugestaltung des Busbahnhofes, der im engen Zusammenhang mit der Umgestaltung der Karl-Marx-Straße steht. Deren Ausbau – als überörtliche Trassenführung – ist durch den Landesbetrieb für Straßenwesen in den Jahren 2030 – 2031 vorgesehen. Mit der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes „Rheinsberger Tor“ soll eine funktionelle Neuordnung zur Verbesserung und Aufwertung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) erfolgen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nach gegenwärtigen Schätzungen von einer Zunahme des Personenverkehrs von 30% auszugehen ist. Mit der räumlich dichteten Verknüpfung von “Gummi“ und „Schiene“ bietet sich die Möglichkeit der Optimierung der Verkehrsorganisation durch kürzere Wege und besser abgestimmte Taktzeiten.
Neben der Verbesserung des ÖPNV ist mit Erneuerung des Platzraumes einschließlich des Straßenabschnitts in diesem Bereich eine gestalterische Aufwertung des Freiraumes vorgesehen. Unter Einbeziehung der Bebauung – wobei das Bahnhofsgebäude unter Denkmalschutz steht – bildet dieser Stadtraum auch das Eingangstor zur vollständig als Denkmalbereich ausgewiesenen historischen Altstadt von Neuruppin.
Da der Bereich eine hohe Bedeutung für den Stadttourismus, aber auch für die gesamte Tourismusregion Ruppiner Seenland hat, wird der gestalterischen Aufwertung des Freiraumes als „Empfangsbereich“ und mit dem Anspruch, ein deutliches Zeichen des „Willkommenseins“ zu setzen, eine hohe Bedeutung beigemessen.
In dem Zusammenhang wird die Aufenthaltsqualität der Freifläche signifikant erhöht. Dazu zählt die anspruchsvolle Gestaltung des Platzbereiches und eine Ausstattung mit Interieur (Bänke, Leuchten, Papierkörbe u. a.), die zweckmäßig, pflegearm und gleichzeitig niveauvoll sind. Für die Wartebereiche für Bus und Bahn sind Überdachungen als Witterungsschutz vorgesehen, sowohl an den Bushaltestellen als auch am Bahnsteig. Ein großes Wartedach wird zentral auf dem Platz errichtet.
Des Weiteren werden 128 überdachte Fahrradabstellplätze (doppelstöckig) geschaffen sowie 20 überdachte Radboxen (doppelstöckig), 10 Boxen davon mit Ladefunktion. Zusätzlich werden zahlreiche weitere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an Fahrradbügeln auf der Fläche geschaffen. Auf dem Platz wird eine öffentliche und barrierefreie WC-Anlage mit drei Kabinen angeordnet. Neben den bestehenden Bäumen und den neuen Baumpflanzungen werden artenreiche Wiesen- und Staudenpflanzungen angelegt.
Bürgermeister Nico Ruhle: „Der Spatenstich ist ein bedeutsamer Meilenstein. Durch die Neugestaltung wird der Bahnhofsvorplatz zur wichtigen Drehscheibe und Verdichtungspunkt für den öffentlichen Nahverkehr. Es entsteht ein moderner, barrierefreier und einladender Stadteingang für unsere Einwohnerinnen und Einwohner sowie Gäste der Fontanestadt und der umgebenden Tourismusregion Ruppiner Seenland.“
Baudezernent Jan Juraschek: „Der neue Bahnhofsvorplatz setzt ein Zeichen: für eine Stadt, die sich bewegt, die Klimaanpassung ernst nimmt und die Mobilität neu denkt. Die Fontanestadt investiert in die Baumaßnahme ca. 5 Mio. Euro. Das Projekt wird in Höhe von ca. 3,1 Mio. aus Mitteln des Landes zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im öffentlichen Personennahverkehr finanziert.“
