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Sommertheater am 10. Juli im Tempelgarten

Auch in diesem Jahr ist der Tempelgarten Neuruppin einer der Spielorte des Sommertheaters in den historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg.

Die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen und theater 89 laden zu einem satirisch-komödiantischen Theaterabend ein. Unter dem Motto »Altstadt von morgen« präsentiert theater 89 eine satirische Komödie, die an das kritische Denken und zu gesellschaftlichem Zusammenhalt appelliert.

Aufgeführt wird das Stück »Der eingebildete Kranke« von Molière am Freitag, den 10. Juli 2026 um 19:00 Uhr im Tempelgarten Neuruppin - gesprochen, gesungen und gespielt von theater 89.

Eintritt: 12,- € VVK; 15,- € AK; 7 € Ermäßigungsberechtigte*
Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist der Eintritt frei.
Karten sind im VVK im Kulturhaus Stadtgarten oder dem Tourismus-Service BürgerBahnhof erhältlich.
*(Studierende, Auszubildende, Beziehende von Grundsicherung und Sozialhilfe, Teilnehmende am Freiwilligendienst, Schwerbehinderte Menschen ab einem GdB von 50, bei Vorliegen eines Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen B eine Begleitperson kostenfrei)

Zum Stück »Der eingebildete Kranke«:
Argan ist krank – erkrankt an Hypochondrie. Er bildet sich seine Krankheiten also nur ein. Die von ihm konsultierten Ärzte, nehmen ihm seine Krankheiten aber ab und unterstützen ihn in seinem Glauben. Allerdings nur, um ihm überteuerte und überflüssige medizinische Behandlungen zu ihrem eigenen Nutzen andrehen zu können. Sein Vertrauen in die Mediziner geht soweit, dass er sogar seine Tochter gegen ihren Willen mit einem von ihnen verheiraten will. 

Mit viel komödiantischem Feuer thematisiert das Stück die menschliche Faszination mit der Gesundheit des eigenen Körpers und entlarvt, wie die Angst vor der Krankheit selbst krank machen kann. Auf satirische Weise wird Argans Autoritätsgläubigkeit seinem fehlenden kritischen Denken gegenübergestellt. 

Das 350 Jahre junge Stück ist eines der berühmtesten Theaterstücke von Jean Baptiste Molière und zugleich sein letztes Werk. Jean-Baptiste Poquelin, alias Molière; (* 15. Januar 1622 in Paris; † 17. Februar 1673 in Paris) war ein französischer Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker. Er machte die Komödie zu einer der Tragödie potenziell gleichwertigen Gattung. Vor allem erhob er das Theater seiner Zeit zum Diskussionsforum über allgemeine menschliche Verhaltensweisen in der Gesellschaft. Für Molière war das Theater auf den Straßen und den Marktplätzen von großer Bedeutung. Beeinflusst wurde es von der italienischen Commedia dell’Arte. Hier traten seit dem späten 16. Jahrhundert Gaukler und Akrobaten, Schauspieler, Tänzer und Musikanten auf und wetteiferten um die Gunst der Zuschauerinnen und Zuschauer.

Eine Gruppe von sechs Performern steht auf einer Bühne, umgeben von Lichtern. Sie singen und spielen verschiedene Musikinstrumente. Die Atmosphäre ist lebhaft und festlich, mit einem Fokus auf die gemeinsame Darbietung und Freude an der Musik.
© Erik-Jan Ouverkerk© Erik-Jan Ouverkerk