Direkt zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen
Top News

Richtfest für den Kita-Neubau in Gildenhall

Ein bedeutender Meilenstein für die Kinderbetreuung und das historische Ortsbild von Gildenhall ist erreicht: Für den neuen, in nachhaltiger Holzbauweise entstehenden Kita-Neubau wurde heute das traditionelle Richtfest gefeiert. Bürgermeister Nico Ruhle eröffnete die feierliche Zeremonie mit einleitenden Worten und hob die enorme Bedeutung des Projekts für die Familien in der Region hervor. Anschließend folgte hoch oben auf dem Gerüst der traditionelle Richtspruch durch Polier Weinert von der Mohrmann Bau GmbH, der dem Gebäude und seinen zukünftigen Nutzenden allzeit Glück und Segen wünschte. Als symbolisches Zeichen für die erfolgreiche Fertigstellung des zweigeschossigen Rohbaus schlug der Bürgermeister daraufhin den letzten Nagel ein und eröffnete den Richtschmaus.

Das Großprojekt mit einem Gesamtvolumen von rund 3,2 Millionen Euro erweitert die Kapazität der Einrichtung künftig auf 80 Betreuungsplätze.

Pädagogisches Konzept im Geiste des Bauhauses
Der Neubau fügt sich harmonisch in die geschichtsträchtige Umgebung ein. Er stellt einen direkten Bezug zur Siedlungsgeschichte der Bauhaussiedlung Gildenhall her, in der sich die Ideen der Gartenstadt- und Genossenschaftsbewegung, der Boden- und Lebensreform mit denen des Deutschen Werkbundes und des Bauhauses auf einzigartige Weise verbinden. Die zentrale Leitidee der neuen Kita greift die pädagogische Grundidee der experimentierfreudigen Bauhausschule auf. Die Maxime, Kunst und Handwerk zu vereinen, wird im Kita-Alltag in den Lebensbereichen Nachhaltigkeit, Inklusion, Gemeinschaft und Gleichberechtigung aktiv gelebt werden.

Starkes Fundament durch LEADER-Förderung
Ein wichtiger Baustein für die Realisierung des Projekts ist die finanzielle Unterstützung durch das Förderprogramm LEADER. Nach dem positiven Votum der Lokalen Aktionsgruppe Ostprignitz-Ruppin (LAG) und dem anschließenden (im August 2024 gestellten) Zuwendungsantrag beim Landesamt für ländliche Entwicklung und Flurneuordnung (LELF), ging im Juli 2025 der finale Fördermittelbescheid über exakt 999.999,10 Euro ein. Diese Summe sichert einen wesentlichen Teil der Gesamtfinanzierung.

Dank an Familien und reibungsloser Bauablauf trotz Winter
Der Weg zum Richtfest erforderte eine logistische Meisterleistung aller Beteiligten. Bevor die Bagger anrollen konnten, zogen die Kinder und das Team temporär in die Kita Birkengrund um. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle allen Kindern, Eltern sowie den Kolleginnen und Kollegen für die hervorragende Zusammenarbeit und das große Verständnis für diese Übergangsphase.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Abbrucharbeiten des Altbaus im November 2025 wurde kurz vor Weihnachten die Stahlbetonbodenplatte betoniert. Dadurch konnte der strenge und verhältnismäßig lange Winter dem Zeitplan nichts anhaben: Die Zimmerei nutzte die kalten Monate intensiv am eigenen Betriebssitz für die Werkplanung und die Vorfertigung der Holzrahmen und Brettstapeldecken. Nach dem Bau des Aufzugschachtes wurden schließlich am 20. April 2026 die ersten Holzwände vor Ort montiert.

Blick in die Zukunft: Innenausbau startet
Die Meilensteine der vergangenen Jahre im Überblick:

  • Herbst 2019: Zweistufige Beauftragung der Generalplanungsleistungen an das Ingenieurbüro für Baustatik und Sanierungsplanung aus Hoppegarten nach offenen Vergabeverfahren.
  • Ende 2019: Offizieller Planungsbeginn.
  • November 2022: Erteilung der Baugenehmigung.
  • Frühjahr 2026: Montage der Holzwände und Fertigstellung des Rohbaus inklusive der Stahlbetonfertigteiltreppen.

Aktuell läuft die Baustelle auf Hochtouren. Die haustechnischen Gewerke (Sanitär, Elektro, Heizung, Lüftung) haben ihre Werkplanungen beendet; die modernen Wärmepumpen sind bestellt. Parallel zum fortschreitenden Trockenbau starten die technischen Installationen vor Ort, um das Feld für die nachfolgenden Maler, Boden- und Fliesenleger zu bereiten. Auch die Fassaden- und Fensterfirmen befinden sich bereits in der finalen Vorbereitung.

Es befinden sich noch weitere Gewerke in der Ausschreibung. Alle neuen Gewerke werden entsprechend des Baufortschritts in den Bauablauf eingebunden. Insgesamt werden 25 Vergabeeinheiten (Lose) beauftragt. Am Projekt werden letztlich ca. 40 Firmen, Verwaltungen und Institutionen sowie Büros beteiligt sein.

Derzeit auf der Baustelle aktive Gewerke:
Zimmerer, Dachdecker, Stahlbetonbau, Schlosser, Gerüstbau, Sanitär, Heizung, Lüftung, Elektro, Blitzschutz, Trockenbau, Aufzug, Fassadenbau, Fensterbau.

Für Statistikfans - Ein Blick auf die Zahlen

  • entstehende nutzbare Fläche für 80 Kinder und ihre Erzieherinnen und Erzieher: 820 m²
  • Bruttogeschossfläche des gesamten Gebäudes: 950 m²
  • Bruttorauminhalt des gesamten Gebäudes: 3.140 m³
  • Abgebrochene Bausubstanz (alte Kita): ca. 1.100 m³

Eingebaut wurden bzw. werden:

  • 125 m³ Stahlbeton für die Bodenplatte
  • 13 t Stahl 
  • 1.025 m² Holzrahmenwände 
  • 880 m² Brettstapeldecke 
  • 465 m² Dachabdichtung und Begrünung
  • 7.500 m Starkstrom Leitungen
  • 2.280 m Fernmeldeleitungen
  • 340 m Brandmeldekabel
  • 3.600 m Heizleitungen
  • 12.500 Tacker Clips für die Fußbodenheizung

Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten aus Planung, Verwaltung und Handwerk für ihr großes Engagement und die bislang hervorragend geleistete Arbeit! Wir freuen uns auf einen hoffentlich weiterhin problem- und reibungslosen Bauablauf bis zur Fertigstellung des Kitagebäudes und Schlüsselübergabe. Geplantes Bauende ist im Februar 2027.

Vor einem großen Gerüst versammelt sich eine Gruppe von Menschen. Oben auf dem Gerüst sprechen drei Personen zur Menge – eine feierliche Baustellenzeremonie, vermutlich Richtfest, unter freiem Himmel.
Richtkranz aus Tannengrün mit bunten Bändern auf einem Dach im Bau; die Bänder wehen im Wind.
Unfertiger Innenflur in Holzbauweise: OSB-Wände mit runden Fensteröffnungen und mehreren kleineren Bohrungen, Oberlichter im Deckenband, provisorischer Boden. Der Korridor zeigt den Rohbauzustand eines Gebäudes aus Holz.
Rohbau mit Betontreppe im Inneren: zwei gegenläufige Treppenläufe, provisorisch mit Holzgeländern und Stützen gesichert. OSB‑Wände, unfertiger Boden. Bild zeigt Baustellensituation des Treppenhauses.
Kinder in leuchtend gelben Warnwesten gehen mit zwei Erwachsenen durch einen Rohbau aus Holz. Offene Tür- und Fensteröffnungen, unvollständige Wände und Schutzfolie am Boden zeigen die Baustelle. Die Gruppe besichtigt sicher geführt den Innenraum.