Grußwort Bürgermeister Nico Ruhle zum Jahreswechsel
Liebe Neuruppinerinnen und Neuruppiner, sehr geehrte Gäste unserer Stadt,
ein ereignisreiches Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu. Wenn wir in diesen Tagen gemeinsam innehalten, blicken wir auf eine Zeit zurück, die uns viel abverlangt hat, uns aber auch gezeigt hat, wie stark wir als Gemeinschaft sind.
Während die Nachrichten aus aller Welt oft von Unsicherheit und Krisen geprägt sind, ist es mir ein besonderes Anliegen, heute auf das zu schauen, was uns hier vor Ort ausmacht: unsere Stabilität, unser Zusammenhalt und das Gefühl von Heimat. In unserer Stadt können wir uns sicher und geborgen fühlen – nicht, weil wir die Augen vor der Welt verschließen, sondern weil wir hier gemeinsam an Lösungen arbeiten.
Das Jahr 2025 war geprägt von sichtbaren Erfolgen. Das Highlight war zweifellos die Ortszeit des Bundespräsidenten, der Anfang Juli für drei Tage seinen offiziellen Amtssitz in die Fontanestadt verlegte. Die zahlreichen Begegnungen und Gespräche mit unserem Staatsoberhaupt sowie die Verleihung mehrerer Verdienstordnen an Menschen aus Neuruppin und der Region werden uns noch lange in bester Erinnerung bleiben.
Unsere Veranstaltungen - vom traditionellen Mai- und Hafenfest über den Martinimarkt, Bands für Neuruppin und die Fontane-Festspiele mit der Verleihung des Fontane-Literaturpreises bis hin zu den vielen kleineren Terminen, wie Familientag, Tierparkfest, Korsofahrt, Oldiebasar, Weihnachtswerkstatt u.v.m. - haben gezeigt, wie lebendig die Fontanestadt und ihre Kulturszene sind. Die meisten dieser Events wären ohne das Dazutun vieler Freiwilliger nicht denkbar. Einem kleinen Kreis der ehrenamtlich Engagierten konnten wir, wie in den Vorjahren, zum Tag des Ehrenamtes danken. Vorschläge für das kommende Jahr nehmen wir gern entgegen. Die Anzahl der städtepartnerschaftlichen Termine hat in diesem Jahr ein neues Hoch erreicht. Denn die Freundschaft mit Babimost, Bad Kreuznach, Certaldo und Nymburk war erneut Anlass für zahlreiche Treffen zwischen Schulen, Landfrauen, Chören, Feuerwehrleuten, Kulturschaffenden sowie Vertretungen aus Vereinen und Verwaltungen. In herausfordernden Zeiten sind gerade diese Momente der Begegnung und der gegenseitigen Vergewisserung wichtig.
Auch bei unseren Bauvorhaben sind wir wichtige Schritte vorangekommen. Mit dem Abschluss der denkmalgerechten Sanierung der Dorfstraße Radensleben, der Instandsetzung des Hermsdorfer Weges und dem Neubau mehrere Spielplätze im Stadtgebiet haben wir die Lebensqualität nachhaltig gesteigert. Das Bauvorhaben Ernst-Toller-Straße mit einem Parkplatzangebot für Pendelnde wird im kommenden Jahr fertiggestellt, so dass wir voraussichtlich im Herbst damit beginnen können, am Bahnhof Rheinsberger Tor die neue Mobilitätszentrale zu errichten. Diese wird das Umsteigen zwischen Bus und Bahn wesentlich erleichtern und dabei eine Vielzahl von Stellplätzen und Ladeboxen für Fahrräder bieten. Auch das Bauvorhaben L167 / Seedamm / Steinstraße schreitet voran. Es ist klar, dass Baustellen niemals ohne Einschränkungen umzusetzen sind. Umso mehr möchte ich allen Anwohnerinnen und Anwohnern an den Baustellen herzlich für die Geduld und das Verständnis danken. Wir werden alles daransetzen, die Einschränkungen für alle so gering und kurz wie möglich zu halten. Ich bin sicher, dass die Ergebnisse letztlich alle Mühen wert sein werden.
Zu den weiteren großen Vorhaben zählt die Kita Gildenhall, mit deren Neubau wir in diesem Jahr begonnen haben. Außerdem wird uns 2026 die Feuerwache Nord beschäftigen, deren Neubau – zugunsten der Feuerwehr und der Dorfgemeinschaft - in der Mitte Gühlen-Glienickes geplant wird. Zur künftigen Feuerwehr-Hauptwache an der Holländer Mühle haben wir mittlerweile alle Grundstücksfragen geklärt und sind dabei Planungsrecht zu schaffen. Eines ist sicher: Die Hauptwache wird das größte städtische Bauvorhaben sein, dass es jemals gab. Doch es ist unumgänglich, um unseren Feuerwehrleuten, die sich mit Leib und Leben für andere einsetzen, endlich angemessene Bedingungen zu bieten. Am Bahnhof West/Mesche sowie in Treskow werden wir weiter an der Entwicklung neuer Gewerbeflächen arbeiten, um den Arbeits- und Gewerbestandort Neuruppin noch attraktiver zu machen.
Es gäbe noch viele Projekte zu erwähnen, die 2025 erfolgreich umgesetzt wurden und 2026 in der einen oder anderen Form fortgesetzt werden. Denken wir nur an DEIN PARK. DEINE STADT, den Bürgerhaushalt oder den Cleanup Day – um nur einige Gemeinschaftsaktionen zum Wohle unserer Stadt zu nennen!
Wir können stolz auf das Erreichte sein. Wir werden uns darauf jedoch nicht ausruhen: Auch im kommenden Jahr 2026 werden wir die Ärmel hochkrempeln, um unsere Stadt noch zukunftsfester zu machen. Lassen Sie uns den Stolz über das gemeinsam Erreichte mit in das neue Jahr nehmen. Es ist das Fundament, auf dem wir weiterbauen. Ich danke jeder und jedem Einzelnen von Ihnen – ob im Ehrenamt, im Beruf oder im Privaten – für Ihren persönlichen Beitrag zu unserem Gemeinwesen. Sie sind es, welche die Fontanestadt so lebens- und liebenswürdig machen!
Ich würde mich freuen, Sie am 30. Dezember zum kulturellen Jahresausklang am Fontane-Denkmal oder zur Verleihung der Fontane-Kulturpreise in der Kulturkirche zu sehen. In jedem Fall wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und ein friedvolles, gesundes und glückliches neues Jahr 2026.
Ihr Nico Ruhle
Bürgermeister der Fontanestadt Neuruppin
