Gedenken Opfer NS-Euthanasieverbrechen
Insgesamt rund 200.000 Menschen starben in der Zeit des Nationalsozialismus im Rahmen der Krankenmorde, weil Menschen mit psychischen Erkrankungen und Beeinträchtigungen in der menschenverachtenden Ideologie der Nationalsozialisten als „unwertes Leben“ angesehen wurden. Als sogenannte „Zwischenanstalt“ war die damalige Landesanstalt Neuruppin ein fester Bestandteil des zentral gesteuerten Euthanasie-Mordprogramms, der sogenannten „Aktion T4“. Etwa 2.500 Patientinnen und Patienten wurden von Neuruppin aus in die Vernichtungsanstalten nach Brandenburg und Bernburg geschickt. Auch nach Beendigung der Aktion T4 wurden hunderte von Patienten*innen der Landesanstalt Neuruppin Opfer der nun dezentral stattfindenden Euthanasieverbrechen.
Am Dienstag, den 29. April 2025, um 17.00 Uhr werden die Evangelische und die Katholische Kirchengemeinde Neuruppin zusammen mit der Klinikseelsorge, der Fontanestadt Neuruppin und dem Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg auch in diesem Jahr wieder in einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung an die Opfer erinnern.
Beginnen werden wir mit einer Ökumenischen Andacht in der Klinik-Kapelle der Universitätsklinik, an der Pathologie. Im Anschluss werden wir zu den Stolpersteinen vor dem Hauptgebäude gehen, wo die Gedenkveranstaltung endet.
