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Flaggenhissung "Mayors for Peace"

Am 6. August 1945 legte die erste in einem Krieg genutzte Atombombe die japanische Stadt Hiroshima augenblicklich in Schutt und Asche. Am 9. August 1945 forderte der zweite Atombombenabwurf auf Nagasaki ebenfalls das Leben unzähliger unschuldiger Menschen. Die Ereignisse von Hiroshima und Nagasaki haben sich fest in das Bewusstsein der Menschheit eingeprägt.

Expertinnen und Experten des Stockholmer Friedensforschungsinstitutes SIPRI gehen aktuell von über 12.000 Atomsprengköpfen weltweit aus. Fast alle neun Atommächte modernisieren ihre Arsenale, besonders schnell wächst das chinesische Atomwaffenarsenal. Zudem läuft der New START-Vertrag, der 2021 für fünf Jahre verlängert wurde und die Begrenzung strategischer Kernwaffen zwischen den USA und Russland regelt, Anfang des kommenden Jahres aus. Bemühungen, diesen zu verlängern oder zu ersetzen, sind augenscheinlich nicht in Sicht. Es droht ein neuer nuklearer Rüstungswettlauf.

In Deutschland setzen auch in diesem Jahr am 8. Juli vor den Rathäusern mehrere Hundert Städte mit dem Hissen der Mayors for Peace Flagge ein klares Bekenntnis zu nuklearer Abrüstung, gegen Kriege und für ein friedliches Zusammenleben der Menschen weltweit. Die Fontanestadt Neuruppin ist seit dem Jahr 2020 Mitglied bei „Mayors for Peace“.

Die Flaggenhissung am 8. Juli erinnert an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes vom 8. Juli 1996, in dem festgestellt wird, dass es eine völkerrechtlich verbindliche Verhandlungspflicht gebe, sich für die vollständige atomare Abrüstung einzusetzen. Wir setzen mit dem Hissen der Flagge ein sichtbares Zeichen für die Weiterführung dieser Verhandlungen. Weltweit beteiligen sich über 8.480 Städte aus 166 Ländern an der vom Bürgermeister von Hiroshima im Jahr 1982 gegründeten Organisation „Mayors for Peace“, darunter etwa 900 Städte aus Deutschland.

Zwei Personen stehen vor einem Backsteingebäude und hissen eine grün-weiße Fahne mit der Aufschrift „Bürgermeister für den Frieden – Mayors for Peace“. Die Szene betont kommunales Engagement für Frieden.