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„Expedition Klimastadt 2050“ – Stadtspaziergang zeigt Neuruppins Weg in eine grüne Zukunft

Wie sieht Neuruppin aus, wenn die Klimaziele erreicht sind? Mit dem Stadtspaziergang „Expedition Klimastadt 2050" lud die Fontanestadt am 2. September 2026 zu einer ungewöhnlichen Zeitreise ein: Die Teilnehmenden blickten gemeinsam mit der Verwaltung aus dem Jahr 2050 zurück auf 24 Jahre Klimaanpassung – und erfuhren dabei, wie aus Ideen von heute, gelebte Stadtplanung von morgen wurde.

Die Route führte vom Rheinsberger Tor zu Ernst-Toller- und Steinstraße über die großen Plätze der Altstadt. An jeder Station erläuterten der Baudezernent Jan Juraschek und das Amt für Tiefbau und Stadtgrün, wie Hitze, Starkregen und Trockenheit die Stadtentwicklung geprägt und welche Maßnahmen Neuruppin resilienter gemacht haben – immer die Perspektive aus 2050 wahrend.

Nachhaltige Materialien, Regenwassernutzung und klimaresistente Neupflanzungen waren ebenso Gegenstand des Austausches mit den zahlreichen sehr interessierten Teilnehmenden wie auch die Themen Fassadenbegrünung, Baumscheibenpatenschaften sowie gerechte Flächenaufteilung zwischen Fuß-, Rad- und Autoverkehr.

Zur Auflockerung war der Rundgang mit Schätz- und Impulsfragen zu Regenwasserabfluss, Versiegelungsgrad, Elektromobilität und Oberflächentemperatur angereichert, die den Zusammenhang zwischen Gestaltung, Stadtgrün und Klima anschaulich machten. Der Umbau versiegelter Flächen zu artenreichen, schattenspendenden Aufenthaltsorten mit Wasserspielen und großzügigen Grünflächen waren das Gesprächsthema am Schulplatz. Auch Schottergärten wurden durch die Teilnehmenden mehrfach im Stadtgebiet kritisiert.

Der Stadtspaziergang lud dazu ein, sich spielerisch mit der Zukunft der Stadt auseinanderzusetzen. Im Anschluss an den Rundgang wurden die Gespräche mit Blick auf die ins spätsommerliche Licht getauchten Volleyballspielenden am B.-Brasch-Platz – tatsächlich gelebte Partizipation in der Stadtgestaltung – bei einer kleinen Erfrischung weitergeführt. Es wurde erneut deutlich, dass Klimaanpassung Verwaltung und Stadtgesellschaft gleichermaßen in den kommenden Jahren beschäftigen wird.

Baudezernent Jan Juraschek: „Klimaangepasste und partizipative Stadtgestaltung sowie ein hoher Anspruch an die zukünftige Qualität von Projekten werden unser gemeinsames Lebensgefühl, die Baukultur und die Vitalität unserer Stadt maßgeblich beeinflussen. Unser Anspruch als Stadt, ein Vorbild für Nachhaltigkeit zu sein, erfordert oftmals ein Umdenken und neue Herangehensweisen in vielen Bereichen. Ein wichtiges Fundament ist hierfür eine breite Allianz der Stadtgesellschaft und ein ehrlicher Willen zur Kooperation in unserer Stadt. Ich freue mich sehr, dass der Stadtspaziergang einen kleinen, aber wichtigen Raum bot, über unsere Visionen zu diskutieren und letztlich diese auch erlebbar zu machen.“

Rund 25 Erwachsene stehen dicht beieinander für ein Gruppenfoto auf einer Wiese. Im Hintergrund eine Baumallee. Spätes Sonnenlicht, klarer Himmel.