Eröffnung der Wanderausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“
Vom 11. Februar bis zum 9. März 2026 wird die Wanderausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ des Anne Frank Zentrums im Museum Neuruppin präsentiert. Sie war vor zwei Jahren Teil des bundesweiten Jubiläumsprogramms „30 Jahre Anne Frank Zentrum“ und ist ein interaktiver Lernort zur Geschichte von Anne Frank (1929-1945). Das jüdische Mädchen ist eines der bekanntesten Opfer des Holocaust. Ihr weltweit berühmtes Tagebuch ist Symbol für den Völkermord an den Jüdinnen und Juden durch die Nationalsozialisten und ein intimes Dokument der Lebens- und Gedankenwelt einer jungen Schriftstellerin.
Die Ausstellung wurde gemeinsam vom Anne Frank Zentrum in Berlin und dem Anne Frank Haus in Amsterdam entwickelt. Das Ausstellungsprojekt wird durch das Museum Neuruppin organisiert und von der Stiftung Soziales Neuruppin gefördert.
Das Anne Frank Zentrum und das Museum Neuruppin laden am 11. Februar um 17 Uhrzur Eröffnung der Wanderausstellung im Museum Neuruppin ein.
Nach der Begrüßung durch die Leiterin des Museums, Maja Peers, sprechen Nico Ruhle, Bürgermeister der Fontanestadt Neuruppin, und Frank Jüttner, Vorstand des Fördervereins für das Museum Neuruppin e.V. Die Bereichsleiterin für „Bundesweite Lernräume und Vernetzung“ sowie „Wanderausstellungen“ im Anne-Frank-Zentrum, Christine Wehner, führt in die Ausstellung ein.
Zur Ausstellung:
Die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ erzählt von Anne Franks Leben und ihrer Zeit: von den ersten Jahren in Frankfurt am Main und der Flucht vor den Nationalsozialisten in die Niederlande, über die Zeit in Amsterdam, ihr Leben im Versteck bis hin zu ihrer Entdeckung, ihrer Deportation und den letzten sieben Monaten in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen. Viele private Fotos geben einen intimen Einblick in das Leben von Anne Frank, ihrer Familie und ihren Freundinnen und Freunden. Die persönliche Geschichte von Anne Frank wird in der Ausstellung verbunden mit der Geschichte des Nationalsozialismus, des Holocaust und des Zweiten Weltkriegs. Neben der Perspektive der Verfolgten und ihrer Helferinnen und Helfern wird die Perspektive von Mitläuferinnen und Mitläufern sowie Täterinnen und Tätern dargestellt und ein komplexes Bild der Geschichte gezeigt.
In einem zweiten Teil wendet sich die Anne Frank Ausstellung direkt an Jugendliche mit aktuellen Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung: „Wer bin ich?“, „Wer sind wir?“, „Wen schließe ich aus?“. Kurze Filme mit Jugendlichen regen zur Diskussion über diese Themen an. Ausgehend von der Frage „Was kann ich bewirken?“ ermutigt die Ausstellung die Besucherinnen und Besucher zu eigenem Engagement. Jugendliche Peer Guides begleiten Gruppen durch die Ausstellung und ermöglichen einen jugendgerechten Zugang zu den Inhalten der Ausstellung.
Die Ausstellung kann Montag, Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 16 Uhr von interessierten Einzelpersonen und Gruppen besucht werden. Der Besuch von Schulklassen und Gruppen ist auf Anfrage auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Eine Begleitung durch junge Peer Guides kann unter info@~@museum-neuruppin.de angefragt werden. Weitere Informationen gibt es auf der Museumswebsite www.museum-neuruppin.de und auf der Website des Anne Frank Zentrums www.annefrank.de.
Über Anne Frank:
Millionen von Menschen in aller Welt kennen das Tagebuch der Anne Frank. Anne Frank wurde 1929 als Kind jüdischer Eltern in Frankfurt am Main geboren. Ihre Familie emigrierte 1933 nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten nach Amsterdam. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in die Niederlande versteckten sich Anne Frank und ihre Familie von 1942 bis 1944 in einem Amsterdamer Hinterhaus. Dort schrieb Anne Frank ihr weltberühmtes Tagebuch.
Nach der Entdeckung ihres Verstecks wurden Anne Frank und ihre Familie verhaftet und deportiert. Anne Frank starb im Februar 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen im Alter von 15 Jahren. Sie ist durch die Veröffentlichung ihres Tagebuchs zum Symbol für Millionen von Jüdinnen und Juden geworden, die der Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten zum Opfer fielen.
Über das Anne Frank Zentrum und seine Geschichte:
1994 gründeten engagierte Berlinerinnen und Berliner zunächst einen Förderverein, um die internationale Wanderausstellung „Die Welt der Anne Frank. 1929-1945“ aus Amsterdam nach Berlin zu holen. Diese Wanderausstellung war vom 7. Dezember 1994 bis 8. Mai 1995 in sechs Berliner Bezirken zu sehen. Seit 1998 ist das Anne Frank Zentrum die deutsche Partnerorganisation des Anne Frank Hauses in Amsterdam. Das Zentrum schafft Lernorte, in denen sich Kinder und Jugendliche mit Geschichte auseinandersetzen und diese mit ihrer heutigen Lebenswelt verbinden. Sie lernen gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und sich für Gleichberechtigung und gegen Antisemitismus und andere Diskriminierungsformen zu engagieren. Der gemeinnützige Verein hat seinen Sitz in Berlin und ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe, anerkannter Bildungsträger der Bundeszentrale für politische Bildung und Mitglied im Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten.
