DEIN PARK. DEINE STADT
Rot oder nicht Rot?
Warum Stadtentwicklung ein öffentliches Thema ist.
Dass es bei den aktuellen Veränderungen auf Schul-, Kirch- und Braschplatz um mehr als die Frage nach der Beleuchtungsfarbe geht, war schnell klar. Spätestens mit dem Aufstellen der drei großen Holzwände, den „Zunkunftsfenstern“, wurde deutlich, dass hier mehr passieren wird.
„Durch die Zukunftsfenster ist ein Blick auf die drei Testfelder möglich, die hier bis Ende September entstehen werden. Es sind Testfelder, auf denen sich unsere Stadt temporär verändern wird. Und diese Veränderungen werden nicht alleine von der Verwaltung geplant und umgesetzt, sondern gemeinsam durch ein großes Netzwerk an Menschen, die bereits mitwirken.“, erklärt Baudezernent Jan Juraschek.
Im Projekt DEIN PARK wurde das bereits erfolgreich umgesetzt. Initiiert durch die Evangelische Schule und getragen von einem breiten Akteursnetzwerk sind im Stadtpark durch viele Mitwirkende Laufstrecken entstanden, eine Aktionswiese angelegt, eine Parkschule initiiert, Bänke aufgestellt, neue Pflegekonzepte entwickelt und umgesetzt sowie das Parkfest ins Leben gerufen worden. Die dritte Auflage des Parkfestestes wird in diesem Jahr am 20. September stattfinden – bitte vormerken! Das Projekt wurde im vergangenen Jahr mit dem Bundespreis Stadtgrün 2024 ausgezeichnet.
Baudezernent Jan Juraschek: "Der Bundespreis Stadtgrün ist eine große Ehre und Freude für alle Beteiligte an diesem Projekt. Insbesondere der kooperative Ansatz ist eine wichtige Grundlage für Akzeptanz und nachhaltige Weiterentwicklung der Neuruppiner Stadtentwicklung".
Der kooperative Geist und das gemeinsame Entwickeln und Umsetzen von Ideen in DEIN PARK wird mit dem Projekt DEINE STADT und den dazugehörigen Testfeldern vom Stadtpark in die Innenstadt übertragen. Auf den Zukunftsfenstern, die nicht nur Informationsfläche, sondern auch ein offenes Dialogfeld sind, wurden bereits über 100 Ideen von Neuruppinerinnen und Neuruppinern gesammelt, wie sich die Plätze in Zukunft positiv weiterentwickeln könnten.
"Die bisher formulierten Ideen und Wünsche sind überwiegend keine "abwegigen Wunschträume", sondern sehr nachvollziehbar, wie z.B. der Wunsch nach mehr Grün, attraktiveren Verweilmöglichkeiten und auch Entsiegelung. Ich freue mich daher, dass wir nunmehr einen wichtigen Fundus an Ideen und Wünschen erhalten haben". sagt Jan Juraschek.
Ab Mai geht es nun an die konkrete Umsetzung der Ideen auf den Testfeldern, die man teilweise bereits erleben kann. Vielfältige Aktionen werden folgen. Gefördert wird das Projekt als Forschungsvorhaben durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, das für die neue Projektphase eine Fördersumme von 160.000 Euro zur Verfügung stellt. Die Mittel fließen in kreative Beteiligungsformate, temporäre Umgestaltungen und Aktionen auf den Testfeldern. Das Projekt wird gesteuert über das Amt für Stadtentwicklung und Umwelt.
Warum dieser Aufwand? Bürgermeister Nico Ruhle dazu: „Wir möchten deutlich machen, dass unsere Stadt lebenswerter und zukunftsfähiger wird, wenn wir sie gemeinsam gestalten - wenn Menschen sich einbringen können, Räume wirklich genutzt werden und das vielfältige Leben in dieser Stadt im öffentlichen Raum spürbar wird. Das gilt umso mehr, in solch herausfordernden Zeiten, wie wir sie gerade erleben.“
Mehr Informationen sowie aktuelle Aktionen unter stadtentwicklung.neuruppin.de.
